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Kommunale Entwicklungspolitik
FAIRPLAY im Sport: Stadt Pfungstadt und FAIRein e.V. übergeben fair produzierte Fußbälle
Für die Stadt Pfungstadt waren Bürgermeister Maximilian Schimmel und Sevgi Simsek, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, bei der Übergabe vertreten. Der FAIRein e. V. wurde durch Constanze Seidelmann und Peter Schertler repräsentiert. Seitens der Fußballvereine nahmen Dario Sadegh für die FTG Pfungstadt, Daniel Vollweiter für den TSV Eschollbrücken-Eich sowie Frau Kramer-Hendel für den TSV Pfungstadt an der Übergabe teil.
Die Fußbälle werden vom FAIRein e. V. und der Stadt Pfungstadt im Rahmen eines Förderprojektes zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Fair Play beginnt nicht erst auf dem Spielfeld
Fußball steht wie viele andere Sportarten für Teamgeist, Zusammenhalt und Fair Play. Mit der Aktion wollen die Stadt Pfungstadt und der FAIRein e. V. den Gedanken des fairen Miteinanders bewusst über das Spielfeld hinaus erweitern.
Denn bevor ein Fußball im Training oder im Spiel zum Einsatz kommt, hat er bereits einen langen Weg hinter sich. Die Herstellung von Sportartikeln findet vielfach in Ländern statt, in denen Beschäftigte unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Faire Produktionsbedingungen, angemessene Löhne und die Einhaltung sozialer Standards können dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Die übergebenen Fußbälle sollen deshalb nicht nur ganz praktisch im Trainings- und Spielbetrieb eingesetzt werden. Sie dienen zugleich als Anschauungsmaterial und greifbares Beispiel dafür, dass faire Beschaffung auch im Vereinsalltag möglich ist.
Faire Produktion schafft Perspektiven
Ein wesentlicher Aspekt fairer Produktion sind die Arbeitsbedingungen der Menschen, die an der Herstellung der Produkte beteiligt sind. Faire Arbeitsverhältnisse und ein verlässliches Einkommen können Familien in den Produktionsländern bessere Perspektiven ermöglichen. Sie schaffen unter anderem die Voraussetzung dafür, dass Kinder Zugang zu Bildung erhalten und Familien weniger auf die Mitarbeit von Kindern angewiesen sind.
Damit trägt faire Beschaffung dazu bei, soziale Strukturen zu stärken und ausbeuterische Kinderarbeit zu vermeiden. Gerade bei Produkten des täglichen Gebrauchs bietet sich die Möglichkeit, durch bewusste Kaufentscheidungen einen Beitrag zu besseren Produktionsbedingungen zu leisten.
Impuls für zukünftige Beschaffungen
Die Aktion soll dabei ausdrücklich nicht bei der Übergabe der Fußbälle enden. Vielmehr möchten Stadt und FAIRein die Pfungstädter Sportvereine dazu ermutigen, sich auch bei zukünftigen Anschaffungen mit den Bedingungen auseinanderzusetzen, unter denen Sportartikel hergestellt werden.
Ob Fußbälle, Trikots, Trainingsbekleidung oder weiteres Sportequipment: auch Vereine haben durch ihre Kaufentscheidungen die Möglichkeit, faire Produktionsbedingungen zu unterstützen. Die Auswahl entsprechender Produkte kann damit zu einem weiteren Baustein für mehr Nachhaltigkeit und globale Verantwortung im Vereinsleben werden.
Die Stadt Pfungstadt und der FAIRein e. V. hoffen daher, dass die Aktion weitere Impulse setzt und der Gedanke des fairen Handels auch im Pfungstädter Sport dauerhaft an Bedeutung gewinnt.
Denn Fair Play sollte nicht erst beim Anpfiff beginnen, sondern bereits bei der Herstellung und Beschaffung eines Fußballs.



