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KLima & Umwelt
Hessens größtes Kompensationsprojekt: Wirtschaftsminister besucht Pfungstädter Wald
Wirtschaftsminister besucht Pfungstädter Wald
Das Projekt wird von der Ökoagentur für Hessen im Auftrag der DB InfraGO AG gemeinsam mit der Stadt Pfungstadt realisiert. Es schafft den naturschutzrechtlich erforderlichen Ausgleich für die geplante Bahnstrecke und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum klimastabilen Waldumbau des Pfungstädter Waldes. Die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Hessens und befindet sich derzeit in der Planungs- und Genehmigungsphase.
Eine Besonderheit des Projekts ist sein vorausschauender Ansatz: Die Ausgleichsmaßnahmen werden bereits Jahre vor dem eigentlichen Eingriff in Natur und Landschaft umgesetzt. Dadurch kann sich der Wald frühzeitig entwickeln und seine ökologische Funktion langfristig entfalten. Ermöglicht wird dies durch das frühzeitige Engagement der Deutschen Bahn.
Vor Ort erhielt Minister Mansoori Einblicke in die forstlichen Maßnahmen und die eigens für das Projekt entwickelten Methoden. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Nesterpflanzung. Anders als bei einer flächigen Aufforstung werden gezielt kleine Pflanzgruppen angelegt, die sich im Laufe der Zeit natürlich ausbreiten. Gleichzeitig wird bewusst auf die Eigenentwicklung des Waldes gesetzt. Forstliche Eingriffe erfolgen nur punktuell und dort, wo sie für die Entwicklung eines vielfältigen, klimastabilen Mischwaldes erforderlich sind.
„Der Pfungstädter Wald ist weit mehr als ein Naherholungsgebiet – er ist ein wertvoller Naturraum und ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass sich moderne Infrastruktur und nachhaltiger Naturschutz nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen können. Wir sind stolz darauf, dieses zukunftsweisende Vorhaben gemeinsam mit unseren Partnern zu begleiten und unsere forstliche Kompetenz einzubringen“, sagt Bürgermeister Maximilian Schimmel.
Auch Forstmeister Oliver Mihaly sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Waldes: „Unser Ziel ist es, die natürlichen Prozesse im Wald bestmöglich zu unterstützen. Deshalb setzen wir konsequent auf die Eigenregeneration und greifen nur dort ein, wo es notwendig ist. Die Nesterpflanzung schafft gezielt Impulse für einen stabilen Mischwald, der sich anschließend aus eigener Kraft weiterentwickeln kann. So entsteht ein widerstandsfähiger Wald, der den Herausforderungen des Klimawandels besser begegnen kann.“
Während des Ortstermins betonte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori die große Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für Hessen. Gleichzeitig zeige das Projekt im Pfungstädter Wald, wie Infrastrukturentwicklung und Naturschutz bereits in der Planungsphase sinnvoll miteinander verbunden werden können.
Weitere Informationen zum Kompensationsprojekt im Pfungstädter Wald und zu den Naturschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn finden Sie im Klimawald-Journal der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim:



