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die neue riedleitung
Verlegung der »Neuen Riedleitung« in der Gemarkung Pfungstadt
Die »Neue Riedleitung« ist ein zentrales Infrastrukturprojekt der Hessenwasser GmbH & Co. KG zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Rhein-Main-Region. Sie ergänzt die bestehende, über 60 Jahre alte Riedleitung und schafft die Voraussetzung für eine langfristig sichere, nachhaltige und klimafeste Versorgung.
Die Riedleitung transportiert Trinkwasser aus den Grundwasserressourcen des Hessischen Rieds und deckt bis zu 40 Prozent des täglichen Trinkwasserbedarfs in der Rhein-Main-Region. Mit dem Bau einer zweiten, parallel verlaufenden Leitung wird die Versorgungssicherheit erhöht und ein redundanter Betrieb ermöglicht. Gleichzeitig schafft das Projekt die Grundlage für die schrittweise Sanierung der bestehenden Leitung.
Das Gesamtprojekt umfasst eine rund 35 Kilometer lange, unterirdisch verlegte Transportleitung und ist in vier Bauabschnitte gegliedert (Nord, Süd, Mitte und Maindüker). Der nördliche Abschnitt ist bereits seit 2018 in Betrieb, der südliche Abschnitt befindet sich derzeit im Bau, während sich die weiteren Abschnitte in Planung beziehungsweise Konzeption befinden.
Der südliche Bauabschnitt erstreckt sich vom Wasserwerk Gernsheim-Allmendfeld bis nach Riedstadt-Wolfskehlen und wird aktuell umgesetzt. Auf einer Länge von rund 18 Kilometern wird eine unterirdische Transportleitung mit einem Durchmesser von DN 1.000 (entspricht einem Meter) verlegt. Zum Bauumfang zählen zahlreiche unterirdische Bauwerke sowie Querungen von Straßen, Gewässern und weiterer Infrastruktur.
Die Verlegung erfolgt je nach örtlichen Gegebenheiten im offenen Graben sowie in grabenlosen Verfahren, etwa im Microtunneling bei Querungen von Verkehrswegen oder Gewässern. Eine ökologische sowie eine bodenkundliche Baubegleitung stellen sicher, dass Eingriffe in Natur und Boden so gering wie möglich gehalten werden. Die Trassenführung wurde in enger Abstimmung mit Behörden, Kommunen und weiteren Beteiligten entwickelt und orientiert sich unter anderem an bestehenden Wegen und Infrastrukturtrassen.
Innerhalb der Gemarkung Pfungstadt verläuft die neue Transportleitung auf einer Länge von rund 7,6 Kilometern. Die Bauarbeiten werden in mehreren Abschnitten umgesetzt, die sich teilweise bereits in der Ausführung befinden oder im weiteren Verlauf des Jahres beginnen sollen.
Bereits im Bau sind die Abschnitte VS6, VS7, VS8, VS10 sowie S1, S2 und S7. Weitere Bauabschnitte folgen im Frühjahr: Für VS5 ist der Baubeginn ab Ende April 2026 vorgesehen, für VS9 ab Mitte April 2026. Für die Abschnitte S3, S4, S5, S6, S8 sowie VS4 steht ein konkreter Baubeginn derzeit noch nicht fest.
Im Zuge der Bauarbeiten werden zunächst vorbereitende Maßnahmen durchgeführt, darunter die Absteckung der Baufeldgrenzen, Kampfmittelsondierungen, der Abtrag des Oberbodens sowie archäologische Begutachtungen.
Anschließend werden Rohrgräben beziehungsweise Baugruben für Vortriebe hergestellt. Die Rohrstränge werden verschweißt und in die Gräben eingehoben. Bei grabenlosen Verfahren werden die Rohre durch vorbereitete Bohrungen geführt und ebenfalls verschweißt.
Nach Abschluss der Verlegearbeiten werden die Rohr- und Baugruben verfüllt. Die betroffenen Flächen werden anschließend schrittweise in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt; bei Bedarf erfolgt eine bodenschützende Zwischenbegrünung in Abstimmung mit den jeweiligen Bewirtschaftern.


