Neues aus dem Rathaus

Kabeldiebstahl auf der KITA-Baustelle führt zu massiven Schäden und Zeitverzug


Pfungstadt, 19.01.2026 - Auf der Baustelle für den Neubau des Kindergartens Regenbogen in Pfungstadt ist es in der zweiten Kalenderwoche zu einem schwerwiegenden Einbruchdiebstahl gekommen. Unbekannte Täter entwendeten Stromkabel in erheblichem Umfang und verursachten dadurch sowohl einen massiven Sachschaden als auch gravierende Verzögerungen im Baufortschritt.

Was als regulärer Bauabschnitt in der Endphase eines kommunalen Infrastrukturprojekts geplant war, entwickelte sich nach einem nächtlichen Einbruch plötzlich zu einem Vorfall mit erheblicher Tragweite für Zeitplan, Kosten und sowie die Kinder im Kindergarten Regenbogen.

Bei dem Diebstahl wurden Großteile der elektrischen Verkabelung im Gebäude herausgetrennt und entwendet. Aufgrund des Schadensbildes ist eine technische Überprüfung der vorhandenen Kabel auf Funktionsfähigkeit und Kabelbruch deutlich kostenintensiver und weniger wirtschaftlich als ein vollständiger Austausch. Sämtliche Kabel müssen daher neu installiert werden; in der Folge sind auch bereits ausgeführte Verputzerarbeiten vollständig zu erneuern.

Bürgermeister Maximilian Schimmel reagiert betroffen auf den Vorfall: „Dieser Einbruchdiebstahl trifft uns an einer Stelle, die weit über materielle Werte hinausgeht! Wir wollten mit dem Neubau gerade den Endspurt einläuten, um den Kindern bald einen neuen Ort zum Spielen, Lernen und Wachsen zu geben. Die Täter haben nicht nur erheblichen materiellen Schaden angerichtet, sondern vor allem den Kindern einen Rückschlag zugefügt, der uns zutiefst betroffen macht. Unsere Priorität ist es nun, den Schaden schnellstmöglich zu beheben und gemeinsam mit allen Beteiligten eine neue Perspektive für die Fertigstellung zu schaffen, damit unsere Kinder und Familien den Neubau so bald wie möglich nutzen können."

Der rein bauliche Sachschaden beläuft sich nach derzeitigem Stand auf rund 100.000 Euro. Unter Berücksichtigung der notwendigen Wiederaufbau- und Folgemaßnahmen kalkuliert die Stadt Pfungstadt mit einer Gesamtschadenssumme von etwa 250.000 bis 300.000 Euro.

Durch die Zerstörung der Gewerke und den zusätzlichen Planungs- und Koordinationsaufwand wird sich der Einzug in den neuen Kindergarten verzögern. Die Stadtverwaltung arbeitet aktuell gemeinsam mit den beauftragten Baupartnern an einer aktualisierten Zeitplanung.

Auch der zuständige Projektleiter und Bauherrinnenvertreter René Kabot war nach den ersten Eindrücken mehr als schockiert: „Die Art und Weise des Schadens bedeutet, dass nicht einfach Material ersetzt wird, sondern ganze Gewerke erneut ausgeführt werden müssen. Kabel, die eigentlich fertig installiert waren, werden komplett ausgetauscht und die Verputzarbeiten neu hergestellt. Das hat massive Auswirkungen auf Zeit, Budget und Logistik. Wir arbeiten intensiv daran, die Abläufe neu zu organisieren und den zusätzlichen Schaden zu begrenzen.“

Die Stadt Pfungstadt appelliert zudem an mögliche Zeugen, Beobachtungen aus dem Zeitraum der Tat an die zuständigen Ermittlungsbehörden weiterzugeben.