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Natur- und Artenschutz
Gute Nachrichten für den Gartenschläfer in Pfungstadt
Der Gartenschläfer zählt zu den stark gefährdeten Arten in Deutschland. Mit dem Aufhängen spezieller Nistkästen auf städtischen Flächen setzt Pfungstadt ein klares Zeichen für den Artenschutz. Gleichzeitig sind auch Privatpersonen gefragt, geeignete Lebensräume zu schaffen und Beobachtungen zu melden.
Der Gartenschläfer ist ein nachtaktiver Kleinsäuger mit markanter „Zorro-Maske“ und großen dunklen Augen. Er lebt bevorzugt in strukturreichen Gärten, Hecken, Streuobstwiesen und an Waldrändern. Den Winter verbringt er in geschützten Rückzugsorten wie Steinhaufen oder Baumhöhlen. Da solche natürlichen Lebensräume zunehmend fehlen, ist gezielte Unterstützung durch den Menschen entscheidend.
Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art: Schätzungen zufolge leben hier 10 bis 30 Prozent des europäischen Bestands. Gleichzeitig ist die Population in den letzten 30 Jahren europaweit um mehr als die Hälfte zurückgegangen – der Gartenschläfer gilt daher als stark gefährdet.
Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist bislang nur wenig über die genaue Verbreitung bekannt. Um hier mehr Erkenntnisse zu gewinnen und gleichzeitig konkrete Hilfe zu leisten, werden in Pfungstadt seit März gezielt sogenannte Bilchkästen auf gemeindeeigenen Flächen aufgehängt. Diese dienen dem Gartenschläfer als sichere Schlaf- und Nistplätze.
Das Projekt wird durch die Untere Naturschutzbehörde finanziell unterstützt und vom Landschaftspflegeverband Darmstadt-Dieburg e. V. koordiniert. „Mit den Bilchkästen schaffen wir nicht nur neue Lebensräume, sondern gewinnen auch wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung des Gartenschläfers in unserer Region“, erklärt Anja Eirich vom Landschaftspflegeverband.
Auch die Stadt Pfungstadt begrüßt das Engagement: „Der Schutz bedrohter Arten beginnt direkt vor unserer Haustür. Mit diesem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Stadt“, so Marius Pflüger, verantwortlicher Mitarbeiter für Natur- und Landschaftspflege der Stadt Pfungstadt.
Neben seinem ökologischen Wert bringt der Gartenschläfer auch einen praktischen Nutzen für Gartenbesitzerinnen und -besitzer: Schnecken und Blattläuse gehören zu seiner bevorzugten Nahrung, wodurch er einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung leistet.
Was Bürgerinnen und Bürger tun können: Naturnahe Gärten mit Wildhecken, Steinhaufen und ungestörten Ecken bieten wertvolle Lebensräume. Der Verzicht auf Pestizide fördert zudem die Nahrungsgrundlage des Tieres. Auch das Anbringen von Bilchkästen oder das Bereitstellen von Wasser kann helfen. Wer einen Gartenschläfer entdeckt – etwa auch im Rollladenkasten – findet online hilfreiche Tipps zum Umgang und zur Umsiedlung. Beobachtungen können zudem gemeldet werden, um den Schutz der Art weiter zu verbessern.
Wer bei der Kontrolle der Bilchkästen unterstützen möchte, kann sich gerne bei Frau Anja Eirich (anja.eirich@lpv-dadi.de) melden.

