Neues aus dem Rathaus

Verkehr

Fußgängerüberweg und Tempo 30 für die Crumstädter Straße in Eschollbrücken


Über einen sehr langen Zeitraum hinweg haben sich Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils Pfungstadt-Eschollbrücken immer wieder für mehr Sicherheit beim Überqueren der Crumstädter Straße, einen erhöhten Lärmschutz und mehr Lebensqualität eingesetzt - insbesondere für Kinder, ältere Menschen und alle, die die Straße täglich überqueren müssen und dort wohnen. Nun können diese berechtigten Anliegen aufgegriffen und umgesetzt werden.

„Gerade für Kinder, die täglich zur Schule gehen, ist eine sichere Querungsmöglichkeit von unschätzbarem Wert. Mit Tempo 30 und einem Fußgängerüberweg schaffen wir hier nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch ein Stück mehr Lebensqualität im Alltag. Gleichzeitig ist diese Entscheidung auch ein positives Signal an die Bürgerinnen und Bürger in Eschollbrücken, die dieses Anliegen über lange Zeit engagiert eingebracht haben. Gemeinsam gestalten wir so eine sichere Zukunft für die Kinder in unserem Stadtteil“, erklärt Bürgermeister Maximilian Schimmel.

Dass dieser Schritt jetzt möglich wird, ist auch das Ergebnis veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen. In der Vergangenheit konnten entsprechende Maßnahmen trotz mehrfacher Bemühungen der Stadtverwaltung aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden. Mit der Anpassung der Straßenverkehrsordnung sowie der zugehörigen Verwaltungsvorschriften Mitte des vergangenen Jahres eröffnen sich nun neue Möglichkeiten. Verkehrssichernde Maßnahmen können seitdem flexibler und stärker an den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort ausgerichtet werden.

Im Herbst wurde die Situation gemeinsam von den zuständigen Verkehrsbehörden und der Landespolizei neu bewertet. Dabei zeigte sich: Die Kombination aus einem Fußgängerüberweg und einer durchgehenden Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h ist für diesen Bereich die passende Lösung. Gleichzeitig wird damit eine wichtige Verbindung geschaffen - künftig gilt Tempo 30 durchgehend von der Darmstädter Straße bis kurz vor den westlichen Ortsausgang.

Auch die Stadtverwaltung sieht in dieser Entwicklung einen bedeutenden Fortschritt: „Es freut uns sehr, dass wir den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nun aufgreifen und umsetzen können. Die neuen rechtlichen Möglichkeiten geben uns mehr Spielraum, um gezielt auf die Bedürfnisse vor Ort zu reagieren. Die geplante Kombination aus Tempo 30 und Fußgängerüberweg sorgt für ein deutliches Plus an Sicherheit und ist verkehrsfachlich absolut sinnvoll“, so Andreas Ade, Leiter des Amts für Bürger und Ordnung der Stadt Pfungstadt.

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, der als Straßenbaulastträger für wesentliche Teile der Maßnahme verantwortlich ist. Da Planung, Ausführung und Finanzierung zwischen mehreren Stellen koordiniert werden müssen, steht ein konkreter Umsetzungstermin derzeit noch aus.

Klar ist jedoch schon jetzt: Mit dieser Maßnahme wird die Verkehrssicherheit in der Crumstädter Straße spürbar verbessert - insbesondere für Kinder auf ihrem täglichen Schulweg, für Familien, ältere Menschen und alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Gleichzeitig leistet die Reduzierung der Geschwindigkeit einen wichtigen Beitrag zum Lärmschutz und sorgt für mehr Ruhe und Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner, die hier tagtäglich mit der Verkehrssituation konfrontiert sind.

Die Entlastung der vielfach stark beanspruchten Anwohnerschaft ist ein zentrales Anliegen dieser Entscheidung. Weniger Tempo bedeutet mehr Übersicht, mehr Reaktionszeit und damit ein deutlich geringeres Unfallrisiko - aber auch weniger Belastung durch Durchgangsverkehr. Insgesamt wird so ein klares Signal gesetzt: für mehr Rücksicht im Straßenraum, für ein sicheres Umfeld und für ein gutes, respektvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden.