Stadtchronik


Über die Entstehung des Ortsteils Hahn lässt sich nichts Bestimmtes nachweisen. In den alten Urkunden erschienen folgende Namensformen: Hagen, Hein, Hayn, Hain, Hahn. Alle diese Namensformen gehen auf das altdeutsche Wort "hagen", mittelhochdeutsch "hagen, Hagin", zusammengezogen hain, hein = Dornbusch, Gehölz, zurück. Auch das nicht allzu weit von Hahn entfernt liegende Hähnlein hat denselben Ursprung wie auch Hahn bei Ober-Ramstadt, Hainer Hof, Dreiechenhain. Alle diese Orte haben also ihren Namen von einem Gehölz, bei unserem Hahn zog sich einst der Reichsforst Forehahl, bei den anderen dehnte sich der Wildbann Dreieich aus.



Im Hochmittelalter lässt sich von 1122 bis 1223 eine adlige Familie derer von Eschollbrücken urkundlich nachweisen. Am 10. Dezember 1122 verpfändet der Mainzer Erzbischof Adelbert I. dem Kloster St. Alban vor Mainz seinen Hof in Hechtsheim. In der Zeugenliste der adligen Männer (nobiles viri) kommt ein "Adelbraht de Eschelbruccin" zuvorderst vor. Der gleiche Erzbischof beurkundet am 9. April 1124 eine Güterübertragung mit gleichzeitiger Rückgabe als Lehen zu Malsburg in Nordhesssen. Ein "de Escenebruche Adelbertus" tritt dabei als Zeuge auf. Am 24. Februar 1127 bestätigt Erzbischof Adelbert I., der von seinem Vorgänger Ruthard geschenkte Zehnte von den Ländereien auf dem Albansberge bei Mainz stehe dem Kloster Disibodenberg bei Staudernheim an der Nahe zu. Unter zahlreichen Vasallen ist unmittelbar hinter dem Grafen Eggebertus "Albertus de Eschilbruccun" als Zeuge aufgeführt.



Pfungstadt lag im fränkischen Rheingau, an der Grenze der beiden Reichsforste Dreieich im Norden und Forehari südlich der Modau. Die erste schriftliche Erwähnung Pfungstadts befindet sich im Lorscher „Schenkungsbuch“. Darin ist festgehalten, dass im Jahre 785 ein fränkischer Edelmann dem Kloster aus seinem Besitz 14 Hofstätten, 15 ½ Höfe und ganze fünf Mühlen vermachte. Man kann davon ausgehen, dass im damaligen Pfungstadt etwa 100 Personen gelebt haben und das Mühlenwesen schon sehr früh ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war.



Nach der Völkerwanderung des 4. und 5. Jahrhunderts geriet der Raum am unteren Lauf der Modau immer mehr unter den Einfluss der fränkischen Reichspolitik.


Die Franken versuchten mit der Errichtung von Klöstern und Kirchen, aber auch der Instandsetzung der alten römischen Verkehrswege Einfluss auf die Bevölkerung zu gewinnen.


Seiten