1945 n. Chr. Der Wiederaufbau Pfungstadts

Der Befreiung durch die amerikanischen Truppen im März/April 1945 folgte die Zeit des Wiederaufbaus. Zunächst galt es, die Lebensmittelversorgung zu sichern und über 2500 Flüchtlinge und Obdachlose mit Wohnraum und Arbeit zu versorgen. Die vielen Menschen wurden bei Einwohnern und in Notlagern untergebracht. Mit der Währungsreform 1948 setzte ein kontinuierlicher Aufschwung ein, neue Industriebetriebe siedelten sich in Pfungstadt an und der Wohnungsbau wurde verstärkt gefördert. Anfang der 50er Jahre begann die gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft entlang der Freiligrathstraße und der Bürgermeister-Lang-Straße neue Wohnungen zu errichten, es folgten neue Siedlungen im Norden der Stadt. In den 60er Jahren mussten viele der alten Gebäude in der Innenstadt modernen Gebäuden weichen. Unter anderem mit dem Bau der Volksbank in der Borngasse, des Stadthauses in der Kirchstraße und der Kanalisierung der Modau zwischen Kirchmühle und Rathaus verlor das Zentrum der Stadt einen großen Teil seiner historischen Bausubstanz.