1930-1945 n. Chr. Pfungstadt im Nationalsozialismus

Die Zeit des Nationalsozialismus brachte den vielen Arbeitslosen der Stadt zwar Arbeit beim Bau der Autobahn Frankfurt-Mannheim, bei der großangelegten Riedentwässserung oder in der Munitionsanstalt, gleichzeitig setzte aber auch die Zeit der Verfolgung und des Terrors ein. Dies betraf nicht nur die politisch Andersdenkenden, die den Folterungen und Diskriminierungen der neuen Machtinhaber ausgesetzt waren, sondern auch die jüdische Gemeinde, deren Mitglieder entweder das Land noch verlassen konnten oder aber in Konzentrationslagern umgebracht wurden. Zeugnis des ausgelöschten jüdischen Lebens in der Stadt gibt die noch erhaltene, in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtete Synagoge in der Hillgasse 8, die seit 2001 als Kulturzentrum der Öffentlichkeit zugänglich ist.