1623 n. Chr. Das Wappen von Hahn

Das Hahner Wappen ist erstmals auf einem Siegelbild von 1623 überliefert. Es ist aber anzunehmen, daß es sich - wie bei den anderen Gerichtssiegeln auch -, um den Neuschnitt eines schon vorher in Gebrauch befindlichen Siegelstempels handelt. Im frühen 19.Jahrhundert war aus dem Bogen ein Halbmond geworden. In einem Gutachten des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt von 1963, das der Genehmigung zur Führung eines Ortswappens voranging, wird das Wappenbild als ein altes Gemarkungszeichen gedeutet, "bei dessen Entstehung die religiös bewegte Vorstellungswelt des 17. Jahrhunderts mitgesprochen haben dürfte". Der vorgesehenen Farbgebung wird insofern beigepflichtet, als dass die älteste hoheitsrechtliche Überlieferung (1484) Hahn als Frankensteinisches Lehen ausweist und die Herren von Frankenstein ein Wolfseisen in Gold in ihrem Wappen führten.