1550 n. Chr. Die Geschichte der Stadtwappen

Die früheste Überlieferung Pfungstädter Wappen setzt in Form von Siegelabdrücken in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein. Zur Beurkundung amtlicher Vorgänge wurden kommunale Siegel vielfach mit Wappenbildern versehen, die aus früheren Kennzeichen entwickelt wurden. Ortszeichen oder Hausmarken dienten zur Kennzeichnung von Grenzen oder persönlichem Besitz und wurden in Stein oder Holz gehauen, gebrannt oder geritzt. Bei der Gestaltung der Wappenbilder wurden sie oftmals stilisiert oder nachträglich umgedeutet, um ihnen einen tieferen Sinn zu geben. Dadurch sind Interpretationen von Wappenbildern immer wieder mit großen Unsicherheiten verbunden, was nicht selten zu eher abenteuerlichen Vermutungen führt. Die heute in Hessen als kommunale Hoheitszeichen verwendeten Wappen sind nach dem Zweiten Weltkrieg amtlich genehmigt worden. Sie wurden nach Gutachten der Hessischen Staatsarchive vom Hessischen Innenministerium mit Erlass und Urkunde den Wappenführern verliehen. Für die Stadtteile Pfungstadts, d.h. für Eschollbrücken, Hahn und Eich, haben die Wappen seit der Eingliederung in die Stadt Pfungstadt nur noch symbolische Bedeutung. Die hier verwendeten Blasonierungen, das heißt die heraldischen Beschreibungen der Wappenbilder und Tinkturen (Farben), sind aus dem Hessischen Ortswappenbuch von 1956 entnommen. Allerdings ist es in einigen Fällen wie beispielsweise für Eschollbrücken überholt. Weitergehende Informationen stammen aus Gutachten des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt sowie Gesprächen mit Herrn Boss, Staatsarchiv Darmstadt, und Herrn Dr. Lehning, Eschollbrücken.