Partnerschaft für Demokratie in Pfungstadt

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). In ganz Deutschland werden derzeit mehr als 200 Städte, Gemeinden und Landkreise unterstützt gegen diskriminierendes Verhalten vorzugehen, (politische) Bildungsarbeit zu leisten und zivilgesellschaftliche Akteur*innen darin zu unterstützen sich aktiv gegen Ausgrenzung und menschenfeindliche Einstellungen zu positionieren und diesen entgegen zu wirken.
Ziel von "Demokratie leben!" ist es, auf regionaler, überregionaler und bundesweiter Ebene Strukturen zu schaffen und Prozesse anzuregen, die sich gegen alle Formen der Diskriminierung (Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homo*Transphobie, etc.) stark machen, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entgegenwirken und für ein vielfältiges Miteinander einstehen. Das Bundesprogramm bietet die Möglichkeit vorhandene Gegebenheiten (kritisch) zu hinterfragen, neue Perspektiven kennen zu lernen, ein Verständnis für unterschiedliche Lebensweisen zu entwickeln und sich für eine demokratische, vielfältige Gesellschaft aktiv zu engagieren.  
Hierfür sollen alle zivilgesellschaftlichen Akteur*innen miteinbezogen werden, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Es werden Präventions- und Aktionsstrategien entwickelt, um menschenfeindlichen Einstellungen entgegenzuwirken und ein demokratisches Verständnis zu stärken und zu fördern. Dabei steht insbesondere die Stärkung der Zivilgesellschaft im Fokus. Es gibt eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen lokalen Gruppierungen und Einzelpersonen aus Verwaltung, Politik, Kirchen, Vereinen, Verbänden, Kultur, Initiativen, Jugendgruppen, Schule und Migranten-Verbänden und -Organisationen. Die Grundsätze des Programmes sind: Gemeinwesen orientiert, paritätisch und partizipativ. In der Ausgestaltung des Programms wird sich an den kommunalen Bedürfnissen orientiert.
Mit der Umsetzung des Bundesprogramms ist das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beauftragt, das hierzu eine Regiestelle eingerichtet hat.
Zahlreiche weitere Informationen finden Sie unter: www.demokratie-leben.de
 
„Demokratie Leben!“ in Pfungstadt:
Die Stadt Pfungstadt wurde im Mai 2017 als „lokale Partnerschaft für Demokratie“ in das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ aufgenommen.  
Als Auftaktveranstaltung fand eine Demokratiekonferenz im Herbst 2017 statt. Bei dieser Konferenz wurden die kurz, mittel und langfristigen Ziele für das Programm festgelegt. Als Leitziele hat die Stadt Pfungstadt

  • die Stärkung einer lebendigen, vielfältigen und demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort sowie
  • die Förderung des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens

festgelegt.

Jede und jeder hat die Möglichkeit und ist herzlich aufgefordert, das Projekt aktiv mitzugestalten!

Wie arbeitet eine lokale „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD)?
Der Stadt Pfungstadt werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Fördergelder für den Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung gestellt. Über die konkrete Verwendung des Aktions- und Initiativfonds entscheidet der Begleitausschuss, den es in Pfungstadt seit Dezember 2017 gibt. Er ist das zentrale beratende und beschließende Gremium über Interessensbekundungen und setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Vereinen, Institutionen sowie  Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft zusammen. Der Begleitausschuss behält die kommunalen Bedürfnisse als auch die festgelegten Ziele der Partnerschaft für Demokratie im Blick und begleitet die Partnerschaft bei ihrer Umsetzung, zusätzlich versucht er die Ziele und Projekte nachhaltig in der Kommune zu verankern. Der Begleitausschuss ist vom federführenden Amt bis zum Ende der Projektlaufzeit 2019 berufen und trifft sich mindestens 4 Mal jährlich. Der Begleitausschuss ist öffentlich und kann von Interessierten besucht werden.
Das federführende Amt in der Stadtverwaltung hat das Amt für Familie und Soziales inne, das das Projekt für die Kommune koordiniert. Als Ansprechpersonen fungiert Frau Rebecca Steer. Für die fachliche und inhaltliche Betreuung der einzelnen Projekte existiert eine externe Koordinierungs- und Fachstelle, die bei der Arbeiterwohlfahrt, AWO Kreisverband Offenbach Land e. V. (freier Träger) angesiedelt ist. Sie ist für die Koordination und Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ zuständig, fungiert als Ansprechpartner bei Fragen und Ideen und trägt zur Bekanntmachung der Partnerschaft vor Ort bei. Die Ansprechpartnerin ist Frau Sarah Fey.
Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ wird darüber hinaus das Jugendforum eingerichtet, das von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet wird. Zur Umsetzung eigener Maßnahmen werden dem Jugendforum gesondert Fördermittel bereitgestellt. Die Partnerschaft für Demokratie in Pfungstadt plant das Jugendforum noch in 2018 zu etablieren. Ziel ist es, dass das Jugendforum pädagogisch begleitet wird.
 
Demokratiekonferenz in Pfungstadt: Partizipation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Um eine entsprechende Vernetzung der einzelnen Akteur*innen der Region, die sich mit dem Themenfeld "Demokratieförderung" auseinandersetzen, zu ermöglichen und zu verbessern, organisiert die "Partnerschaften für Demokratie" in Pfungstadt ein Mal im Jahr eine gemeinsame Demokratiekonferenz, mit dem Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger, Interessierte und Involvierte über das Bundesprogramm zu informieren und den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit in der "Partnerschaft für Demokratie" zu reflektieren und zu diskutieren.

Wie kann ich mitmachen?
Unabhängig ob als Einzelperson, Verein, freier Träger, Initiative oder Verband, jede*r, der*die sich gegen Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und für Vielfalt, Toleranz und Demokratie engagieren möchte kann eine Interessensbekundung bei der Koordinierungs- und Fachstelle einreichen. Alle Projekte, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit richten und sich mit Mitgestaltung, Vielfalt und Toleranz auseinandersetzen, als auch benachteiligte Gruppen empowern und sich aktiv für Gleichberechtigung einsetzen können prinzipiell gefördert werden. Dennoch gibt es dezidierte Förderrichtlinien, nach denen entschieden wird, ob ein Projekt gefördert werden kann. Projekte können ein Einzelprojekt sein wie z.B. eine Filmvorführung, ein interkultureller Kochabend oder ein Begegnungsfest oder mehrere Veranstaltungen wie bspw. Vortragsreihen oder Projekttage. Bei Fragen und Ideen können Sie sich gerne an Frau Fey (sarah.fey@awo-of-land.de) wenden. Die Förderrichtlinien können Sie hier einsehen.  

 
Ansprechpersonen:
Sarah Fey      
externe Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie leben!     
AWO Kreisverband Offenbach Land e.V.  

Außenstelle Heusenstamm   
Borsigstraße 6 B        
63150 Heusenstamm
Tel: 06104 9538195  
Mobilnummer: 0162 7922633
E-Mail: sarah.fey@awo-of-land.de

Sprechzeiten in Pfungstadt:
dienstags von 9:00 -16.30 Uhr / jeden 2. Montag im Monat von 9:00 – 14:00 Uhr          
Ort: Magistrat der Stadt Pfungstadt, Stadthaus I, Zimmer-Nr. 10, EG.      

Federführendes Amt:
Rebecca Steer
Magistrat der Stadt Pfungstadt        
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Kirchstraße 12-14      
64319 Pfungstadt      
Dienstgebäude:
Stadthaus I     
E-Mail: rebecca.steer@pfungstadt.de
                                                                                                                                   .