63. Orgelmatinée

Veranstaltungsort: 

Ev. Kirche Pfungstadt, Kaplaneigasse 10

Die Evangelische Kirchengemeinde Pfungstadt lädt am 10. März zur nächsten Orgelmatinée ein. Sie beginnt um 11:15 Uhr nach dem Gottesdienst und dauert ca. 30 Minuten.
Der Eintritt ist frei.
Kantor Christian Lorenz setzt in dieser Matinée die „Reise durch Europa“ fort und spielt Orgelmusik aus England.
Mit William Boyce und Samuel Wesley präsentiert Lorenz zwei der wichtigsten Komponisten des 18. Und frühen 19. Jahrhunderts. William Boyce hatte schon in seiner Jugend verschiedene Organistenstellen inne und entwickelte sich zu einem berühmten und hochgeehrten Komponisten Englands. Er war Komponist der Chapel Royal und „Master of the King’s Music“. Er galt als einer der wenigen englischen Komponisten, die den Vergleich mit ihren kontinentalen Kollegen nicht zu scheuen brauchte. Boyce war auch Musikhistoriker und gab zwischen 1760 und 1778 eine dreibändige Sammlung englischer Kirchenmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts heraus, die über ein Jahrhundert das Standartwerk englischer Kirchenmusik war.
Samuel Wesley war Spross einer großen Musikerfamilie in England, ähnlich wie die Bachs in Deutschland. Er ist neben seinem Sohn Samuel Sebastian sicher der wichtigste Vertreter dieser Familie. Schon im Alter von 8 Jahren komponierte er sein erstes Oratorium. Vier Jahre später gab er seine erste Sammlung von Cembalosonaten heraus. Er war einer der größten Tastenvirtuosen Englands seiner Zeit. Seine Konversion zum katholischen Glauben sowie seine streitbare Natur in Kombination mit depressiven Phasen machten es ihm nicht immer leicht. Und so bekam er trotz seiner hohen künstlerischen und fachlichen Reputation niemals eine seinen Fähigkeiten entsprechende Anstellung.
Sowohl von Boyce als auch von Wesley wird Lorenz jeweils zwei Voluntaries darbieten.
Ralph Vaughan Williams ist in der Zeit zwischen E. Elgar und B. Britten das verbindende musikalische Element. Vaughan Williams studierte bei den Größen seiner Zeit (Parry, Stanford und Wood) in England sowie bei Max Bruch in Berlin. Er pflegte eine enge Freundschaft mit Gustav Holst. Vaughan Williams komponierte für alle Bereiche der Musik: Symphonien, Kammermusik, Lieder, Oratorien und Opern. Er war einer der wichtigsten Vertreter und Entwickler hin zu einer modernen Tonsprache unter Einbeziehung von Elementen der Volksmusik. Vaughan Williams sammelte hunderte alter Kirchenlieder aus England, Schottland, Wales und Irland und nahm sie als Grundlage vieler Kompositionen. Eine seiner Choralkompositionen wird in dieser Matinée zu hören sein.
 

Veranstaltungsdatum: 

Sonntag, 10. März 2019 - 11:15