Schwimmbadneubau in Pfungstadt > 80 % der Befragten möchten ein Freizeitbad

Pfungstadt braucht ein neues Schwimmbad – diesbezüglich sind sich alle politisch Verantwortlichen einig.

Nun liegt das Ergebnis der repräsentativen Umfrage von infratest dimap vor – mit einem eindeutigen Votum der Befragten.

Michael Kunert, Geschäftsführer von infratest dimap, zur repräsentativen Umfrage:

„Die Teilnahmebereitschaft war außergewöhnlich hoch. 1 695 Rückmeldungen bei 4 000 angeschriebenen Personen bilden eine hervorragende Datenbasis für die Auswertung. Nach wissenschaftlichen Standards ist eine Verallgemeinerung der Ergebnisse auf alle Pfungstädter Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren zulässig.“

Die Entscheidung der Pfungstädterinnen und Pfungstädter ist eindeutig:

Vier von fünf Befragten (80 %) nennen das Freizeitbad als erste Präferenz. In allen befragten Teilgruppen gibt es eine klare Mehrheit für diese Option. Mit dieser Mehrheit ist auch die Standortfrage eindeutig beantwortet: Neben den genannten 80 % kommen weitere 9 % hinzu, die den Bau eines Hallenbades oder einer Schwimmhalle am bisherigen Standort bevorzugen – lediglich 4 % sind für die Errichtung an einem neuen Standort.

Ein im Sommer nutzbarer Außenbereich mit Liegewiese ist der Mehrheit der Befragten sehr wichtig (46 %) bzw. wichtig (29 %).

Auch die Beantwortung der Frage nach der Finanzierung zeigt eine klare Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürgern, hierfür entweder Mehrkosten (Erhöhung der Steuern) oder Leistungseinschnitte zu akzeptieren.

Der Betrieb eines Freizeitbades bedeutet – umgelegt auf die Gesamteinwohnerzahl – ca. 30 Euro pro Bürgerin/Bürger im Jahr und wird damit auch von all jenen mitgetragen, die das Bad nicht nutzen werden.

Auch die Frage nach dem eigenen Nutzungsverhalten zeigt eine hohe Akzeptanz: 50 % der Befragten geben an, das Bad einmal pro Woche besuchen zu wollen – 34 % möchten dieses einmal im Monat nutzen. Hochgerechnet auf die hier betrachtete Gesamtbevölkerung bedeutet dies jährlich mehrere Hunderttausend Besucherinnen und Besucher – allein aus Pfungstadt.

Zum Vergleich:
Das in 2014 geschlossene Bad hatte mit Hallen- und Freibad ca. 110.000 Gäste im Jahr, von denen nur rund ein Drittel aus Pfungstadt kamen, der Rest aus dem Umland. Betrachtet man nun die damaligen Besucherzahlen allein aus Pfungstadt und legt die Prozentangaben der aktuellen Umfrage für künftige Besucherzahlen zugrunde, erhält man ein Vielfaches. Dies schraubt die Erwartungen aus städtischer Sicht jedoch zu hoch.

Bürgermeister Patrick Koch:
„Das Ergebnis der nun ausgewerteten Umfrage könnte kaum eindeutiger sein. Die große Mehrheit der Befragten spricht sich für den Neubau eines Freizeitbades und damit für das Konzept des Dachverbandes aus. Der ehemalige Standort soll erhalten bleiben. Aus der Befragung resultiert ein klarer Auftrag für die Politik unserer Stadt, das Projekt Freizeitbad zu realisieren und die für den Betrieb erforderlichen finanziellen Ressourcen über Jahrzehnte bereitzustellen. Es wird nun in der Hand der Stadtverordneten liegen zu entscheiden, wie genau der kalkulierte Zuschussbedarf von ca. 820 TSD Euro im Jahr finanziert werden soll. Dass dies nur durch Einnahmeverbesserungen (z. B. durch Erhöhung der Grundsteuer) oder durch eine spürbare Reduzierung von sogenannten freiwilligen Leistungen der Stadt erfolgen kann, wurde von mir immer klar dargestellt. Wer etwas Gegenteiliges behauptet, tut dies wider besseres Wissen. Es geht nun aber zunächst um eine solide und zukunftsfähige finanzielle Planung, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Diese haben sich ganz klar für den Neubau eines Freizeitbades entschieden und sind bereit, die damit verbundenen finanziellen Belastungen zu tragen. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen in Pfungstadt sich darauf verlassen können, dass die politischen Vertreterinnen und Vertreter diese eindeutige Willenserklärung der repräsentativ Befragten nun auch 1:1 umsetzen werden.“

Siehe u. s. Pressemeldung im PDF-Format