Neues aus der "Partnerschaft für Demokratie Pfungstadt"

Die Partnerschaft für Demokratie Pfungstadt hat in den letzten Monaten verschiedene Projekte gefördert und selbst umgesetzt. Besonders präsent war dabei die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die (Nicht-) Aufarbeitung der Verbrechen“ vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e. V., die über den kompletten Oktober im Stadthaus I zu sehen war. Die Ausstellung legt ihren Fokus auf die Biographien der Mordopfer des NSU und die gesellschaftlichen Hintergründe, die den NSU ermöglicht haben. Durch den präsenten Platz im Foyer des Stadthauses sollte die Thematik möglichst vielen Bürger*innen zugänglich gemacht werden.

Halima Gutale, Integrationsbeauftragte der Stadt Pfungstadt sagt:

"Für uns als Stadt gehört es zu einer gelebten Demokratie, dieser gesellschaftlichen Thematik die gebotene Aufmerksamkeit zu widmen, das Geschehene zu transportieren und somit aktiv zu einem Nichtvergessen der Gräueltaten beizutragen."

Eröffnet wurde die Ausstellung durch eine Diskussionsrunde mit dem Journalisten Tom Sundermann von ZEIT online und Sonja Brasch von NSU Watch Hessen, die Referent*innen berichteten von ihren Beobachtungen während des NSU-Prozesses, aber auch im Untersuchungsausschuss in Hessen, dabei kamen nicht nur rassistische Ermittlungstaktiken der Behörden, Aufarbeitungslücken der Politik, sondern auch neonazistische Strukturen und deren Vernetzung im ganzen Bundesgebiet zur Sprache. Die Mitdiskutant*innen hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihr Wissen über den NSU-Komplex erweitern.

Des Weiteren fand am letzten Oktoberwochenende ein Argumentationstraining gegen rechtspopulistische Parolen statt. Die Naturfreunde Pfungstadt haben den Workshop „Stammtischkämpfer*innen“ gemeinsam mit „Aufstehen gegen Rassismus“ organisiert, der Workshop war nicht nur von Pfungstädter*innen gut besucht. Das Projekt wurde von der Partnerschaft für Demokratie Pfungstadt gefördert.    

Für Kinder und Jugendliche finden zwei spannende Projekte in der Friedrich-Ebert-Schule statt. Der Offenbacher theaterpädagogische Verein Creative Change e. V. führt eine Projektwoche mit den achten Klassen der Friedrich-Ebert-Schule durch, in dem es um die Themen Mitbestimmung und Partizipation geht, am Ende der Woche sollen die Schüler*innen eigene Ideen entwickeln wo und wie sie sich einbringen können. Am Dienstag, den 13.11.2018, wird das Musical „Alle Satt?!“ als Kooperationsprojekt des Pfungstädter FAIRein e. V. und der Kinder- und Jugendförderung Pfungstadt in der Friedrich-Ebert-Schule aufgeführt. In dem Musical geht es um die ungleiche Verteilung von Nahrungsmitteln auf der Welt. Auch alle anderen Pfungstädter Bürger*innen sind herzlich eingeladen sich das Musical anzusehen.