Modau: Kurzfristige Sanierung des Mauerwerks im Bereich Kirchstraße / Brücke Seeheimer Straße

Wie bereits im Darmstädter Echo und im Hessischen Rundfunk berichtet, sind entlang der Modau, zwischen Kirchmühle und der Brücke Seeheimer Straße, kurzfristige grundhafte Sanierungsmaßnahmen am Mauerwerk unumgänglich.

Bei einem Ortstermin am 25.02.2019 wurden Schäden an den Ufermauern beidseitig der Modau festgestellt. Das Schadenbild wurde daraufhin genauer geprüft, um das Ausmaß der Schäden beurteilen und die entsprechenden Sanierungsmaßnahmen planen zu können.

Infolge von Gängen und Beschädigungen, verursacht durch Nager, kommt es auf einer Länge von insgesamt ca. 60 m zu Hinterspülung der Mauer. Hierdurch wird deren Standsicherheit gefährdet.

Die Stadt hat schnell gehandelt und wird innerhalb der kommenden Wochen die nötigen Sanierungsmaßnahmen durchführen, die maroden Stellen mithilfe von Betonstreben stabilisieren und somit die Standfestigkeit wieder gewährleisten.

Die geplante Sanierungsart
Im Abstand von ca. 1,50 m werden Betonsäulen hinter der alten Bachmauer hergestellt und mittels Edelstahlnadeln mit der Mauer verbunden. Aus den alten Fugen wird der marode Fugenmörtel entfernt. Die Hohlräume werden verpresst und die Fugen mit einem Spezialmörtel verfugt. Die neue Wand stellt dann eine sog. Schwergewichtswand dar, die das jetzige äußere Erscheinungsbild der Wand nach Fertigstellung jedoch nicht verändern wird.
Die Maßnahme wird durch einen externen Prüfstatiker geprüft.

Das weitere Vorgehen
Nach der Genehmigung durch die Untere Wasser- und Naturschutzbehörde können die Arbeiten relativ kurzfristig ausgeführt werden.

Der vorläufige Kostenvorschlag beläuft sich auf ca. 200.000 Euro für die Sanierung der Bachmauern und ca. 100.000 Euro für die sog. Wasserhaltung. Als Wasserhaltung bezeichnet man in diesem Fall Räume und technischen Einrichtungen, die dazu dienen, das Flussbett wasserfrei zu halten.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten muss leider auch eine Linde gefällt werden. Vorab wurde ein Baumsachverständiger hinzugezogen, der die Möglichkeiten zum Erhalt des Baumes eingehend geprüft hat. Bei diesem Ortstermin und anhand der Ergebnisse der Baumuntersuchung aus dem Jahr 2016 verfestigte sich die Einschätzung, dass dieser Baum mit den geplanten Baumaßnahmen nicht gehalten werden kann. Die vorgesehenen Rückverankerungen für die zu sanierende Mauer befinden sich im statisch wirksamen Wurzelbereich der Linde. Aus diesem Grund muss der Baum gefällt werden. Im Anschluss an die Sanierungsarbeiten wird an dieser Stelle ein neuer Baum gepflanzt.

Die städtischen Gremien haben der Bereitstellung außerplanmäßiger Haushaltsmittel in Höhe von 300.000 Euro für die grundhafte Sanierung der Bachmauern im Bereich der Kirchmühle  bereits zugestimmt.

Die Stadt Pfungstadt beauftragt turnusmäßig ein professionelles Unternehmen mit der Schädlingsbekämpfung im stadteigenen Kanalnetz. Diese Maßnahmen werden selbstverständlich fortgesetzt. Dennoch gilt es, für die Vermeidung der Ansiedlung von z. B. Rattenpopulationen einiges zu beachten, u. a. bitte

  • keine Speisereste in der Toilette entsorgen,
  • Müllsäcke mit Speiseresten so lagern, dass z. B. Ratten keinen Zugang haben.

Mehr Informationen zu diesem Thema Prävention finden Sie auch online, unter
www.pfungstadt.de/stadtwerke/files/ratten-tipps-zur-vorsorge-gegen-ratten.html