Gedenkveranstaltungen zum 9. November

Der November ist traditionell ein Monat des Gedenkens. Ein Bewusstsein für die Vergangenheit, ist für die Einordnung der Geschehnisse in der Gegenwart unerlässlich.

Daher gedenken wir in Deutschland am 9. November nicht nur des Mauerfalls vor 30 Jahren, sondern auch der Opfer der Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 eskaliert die seit Jahren andauernde antisemitische Diskriminierung zu blanker Gewalt. In einem sorgfältig inszenierten Pogrom lässt das NS-Regime jüdische Gotteshäuser und Geschäfte verwüsten. Und Menschen misshandeln.

Bürgermeister Patrick Koch äußert hierzu eine sehr klare Haltung:
"Es ist schier unfassbar, dass wir uns heute wieder Bildern und Szenen von Hass und Hetze ausgesetzt sehen – und dass Unsägliches wieder sagbar wird. Hier stehen wir alle ohne jeden Zweifel in der Pflicht, nicht wegzusehen."

Die Pfungstädter Synagoge ist eine der wenigen, ehemaligen jüdischen Gotteshäuser, die erhalten blieb.

Am 09.11., um 18:00 Uhr, findet ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche statt. Im Anschluss, um 19:30 Uhr, beginnt die Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge (Hillgasse 8), mit dem Titel „The Escape Act – A Holocaust Memoir“.

Die Artistin Stav Meishar erzählt die Geschichte der Irene Lorch aus Pfungstadt. Zu dieser Veranstaltung laden die  Kirchengemeinden, der „Arbeitskreis ehem. Synagoge“ und die Stadt Pfungstadt, Sie herzlich ein. Siehe auch www.synagoge-pfungstadt.de.

Dieses Projekt wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie in Pfungstadt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport.