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Einladung zur Ausstellung: Die Jüdische Berufsfachschule Masada in Darmstadt 1947-48

Ausstellung in der Synagoge in Pfungstadt Hillgasse 8 - Vernissage und Führung: 12.03.2018, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten:
Mittwoch, 14.3. von 16.00-18.00
Donnerstag, 15.3. 10.00 - 12.00
Freitag, 16.3., 14.00 - 16.00
Sonntag, 18.3., 15.00-17.00

Mittwoch 21.3., 10.00-12.00
Donnerstag, 22.3., 16.00 - 18.00
Finissage Samstag, 24.3., 10.00-12.00
und nach Vereinbarung: Tel. 84470

Die Jüdische Berufsfachschule Masada in Darmstadt
Im Jahr 1947 wurde die Jüdische Berufsfachschule Masada von Samuel Milek Batalion aufgebaut und geleitet. Moshe Mordchelewitz, der als Madrich arbeitete, assistierte ihm. Die Schule nahm etwa 60 Überlebende aus sogenannten DP-Lagern für „Displaced Persons" auf – Menschen, die kriegsbedingt ihre Heimat verloren hatten. Sie bildete sie als Tischler, Schlosser, Schreiner und in anderen handwerklichen Berufen aus. All diese Berufe sollten ihnen helfen, sich auf ein neues Leben in Israel vorzubereiten. Der Mardrich unterwies die Schüler zudem in Hebräisch, jüdischer Philosophie, körperlicher Fitness und zionistischer Ideologie. Die Jüdische Berufsfachschule war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie befand sich im ehemaligen Bahnhof in der Darmstädter Innenstadt, im Gegensatz zu vielen anderen jüdischen Schulen im Nachkriegsdeutschland, die in den DP-Lagern angesiedelt waren. Es war eine Schule der jüdischen Jugendorganisation Betar. Samuel Milek Batalion hatte als Gründer und Leiter der Einrichtung die Räumlichkeiten, die Verpflegung, das Lehrpersonal, die Finanzierung und die Ausstattung organisiert. Obwohl die Schule nur zehn Monaten existierte, ist sie ein wichtiger Teil der Nachkriegsgeschichte und Ausdruck für den Wiederbeginn jüdischen Lebens im Nachkriegsdeutschland.

Heute, mehr als 60 Jahre nachdem die Schule existiert hat, befindet sich Batalions Tochter Lea Dror-Batalion an der Universität Haifa in Israel inmitten eines Forschungsprojektes zur Aufarbeitung der Geschichte dieser Schule. Der Stand der Forschung und eine Liste der ehemaligen Schüler und Lehrer kann auf der Website www.batalion.net/BetarSchool eingesehen werden.

Die Ausstellung
Im Januar 2011 wurde die Ausstellung in der berufsbildenden Heinrich-Emanuel-Merck-Schule (HEMS) in Darmstadt eröffnet. Sie entstand in einem Kooperationsprojekt von Lea Dror-Batalion, Renate Dreesen und Schülern der HEMS. Ein Film über die gemeinsame Erinnerungsarbeit ist in deutscher und englischer Sprache im Internet zu sehen: www.Synagoge-Pfungstadt.de

Die Ausstellung ist dreisprachig konzipiert und wird auch in Israel gezeigt.

Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor, der bei Renate Dreesen, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, 06157/84470, rdreesen@gmx.net, bestellt werden kann.

Einladung zur Ausstellung: Die Jüdische Berufsfachschule Masada in Darmstadt 1947-48