„Die Umweltdetektive“ wahrscheinlich zum letzten Mal bei Landwirt Diefenbach in Eschollbrücken

Die Teilnehmer aus dem Projekt „Die Umweltdetektive“ in Eschollbrücken waren in dieser Woche bei Bauer Diefenbach auf dem Erlenhof zu Besuch. Bei kühlen Temperaturen ging es zunächst in den Hofladen. Dort wurde das Gemüse, Kräuter und Obst „bestimmt“ – nicht jeder kannte z. B. den Spitzkohl oder Fenchel.
In der großen Scheune neben an erzählte Frau Diefenbach von früher, als hier noch Rinder und Schweine lebten. Im kleinen Treibhaus gab es noch leckere Tomaten, die gleich vor Ort probiert wurden. Jeder bekam am Schluss eine Tüte mit eigenem Obst und Walnüsse geschenkt.
Leider wird die Landwirtschaft bei der Familie Diefenbach, wie auch bei anderen kleinen Betrieben in der Nähe, zum Ende des Jahres aufgegeben. Der Grund dafür sind diverse bürokratische Auflagen ab 2019, die ein Überleben als „Kleinbauer“ unmöglich machen.
So geht eine lange Ära eines Bauernhofes zu Ende, auf dem viele Generationen von Kindern aus dem örtlichen Kindergarten und der Schule einen Bezug zur regionalen Versorgung mit Gemüse und Obst bekommen konnten.
Im Rahmen außerschulischer politischer Bildungsarbeit zum Thema „Mut zur Nachhaltigkeit“ fördert die Hessische Landeszentrale für politische Bildung dieses Projekt.
Weitere Infos zu allen Angeboten in den Stadtteilen bei Matthias Hirt, Tel. 06157-988 1601 oder matthias.hirt@pfungstadt.de